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Petra Bank seit 20 Jahren beim Kreuzviertel-VereinWohnberatung für ältere Menschen aufgebaut | |
Als Petra Bank im Oktober 1986 eine ABM-Stelle beim Kreuzviertel-Verein antrat, um sich mit dem Thema Wohnen im Alter zu befassen, hätte wohl niemand daran
gedacht, daß sie im folgenden Jahrtausend ihr 20jähriges Dienstjubiläum würde
feiern können. Doch jetzt ist es so weit - und die häusliche Versorgung älterer
Menschen ist zu einem der wichtigsten sozial- und wohnungspolitischen Themen überhaupt geworden.
Musterbeispiel DortmundDie Beschäftigung mit den Wohnproblemen älterer Menschen veranlaßte gebürtige Kirchlinderin Petra Bank dazu, mit ihrem Kollegen Theo Hengesbach eine Konzeption für eine Wohnberatungsstelle zu entwickeln und dafür Fördermittel beim Sozialministerium des Landes zu beantragen. Die Förderung kam auch, zunächst für drei Jahre, und damit hatte der Kreuzviertel-Verein eine der drei ersten Wohnberatungsstellen in Deutschland überhaupt. Inzwischen gibt es allein in Nordrhein-Westfalen fast einhundert Wohnberatungsstellen für ältere, behinderte und pflegebedürftige Menschen - soviel wie in allen anderen Bundesländern zusammen!Neben der Förderung durch das Land, das nach wie vor an der Finanzierung von fast 40 Wohnberatungsstellen beteiligt ist, war für den Ausbau der Wohnberatung auch die Pionierarbeit des Kreuzviertel-Vereins wichtig: er unterstützt die anderen Beratungsstellen im Bundesgebiet mit Diaserien und anderen Materialien. Kleine Maßnahmen mit großer WirkungWohl nur wenige Menschen in Dortmund haben so viele unterschiedliche Wohnungen im Stadtgebiet gesehen wie Petra Bank; denn Wohnberatung findet in der Regel in den Wohnungen der Betroffenen selbst statt. Hilfsmitteleinsatz, Raum- und Ausstattungsveränderungen oder auch Umbaumaßnahmen helfen, auch bei Behinderung oder Krankheit in der gewohnten Umgebung bleiben zu können. "Die meisten Probleme gibt es im Sanitärbereich", hat Petra Bank erfahren, "denn viele Gebäude, die in den 50er und 60er Jahren gebaut wurden, sind nicht nach den Erfordernissen des Alters ausgerichtet worden." Aber die wachsende Zahl älterer Menschen macht hier ein Umdenken nötig.Die Wohnberatung folgt dem Motto "Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung". Das heißt: mit möglichst wenig Aufwand soll eine möglichst große Hilfe erreicht werden. "Wenn wir mit Hilfsmitteln helfen können, werden wir nicht unbedingt einen Umbau empfehlen", sagt die Sozialpädagogin Petra Bank, die sich in einer großen Zahl von Fortbildungen für ihre Aufgabe fit gemacht hat. Die Wohnberatung will nichts verkaufen, im Mittelpunkt ihrer Beratung stehen vielmehr die Belange der Betroffenen selbst. Wohnversorgung weiterentwickelnNeben der individuellen Hilfe, die in jedem Jahr von mehreren hundert Menschen in Anspruch genommen wird, gehören Informationsarbeit und strukturelle Verbesserungen zu den Aufgaben der Wohnberatung. Petra Bank und ihr Kollege haben zum Beispiel seit 1989 ca. 1500 Informationsvorträge in Dortmunder Kirchengemeinden, Seniorengruppen und vielen anderen Einrichtungen gehalten. Außerdem hat Petra Bank mit der DOGEWO zusammen ein Konzept für den altersgerechten, barrierearmen Umbau von Wohnungen erarbeitet, das das Wohnungsunternehmen nun in 1500 seiner Wohnungen umsetzen will. Dieses Konzept wiederum war ein Musterbeispiel für ein neues Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, das zu Anfang des Jahres in Kraft getreten ist. So schließt sich der Kreis …"Häufiger Personalwechsel schafft nur Verwirrung", heißt es auf der Internetseite des Kreuzviertel-Vereins spaßeshalber im Zusammenhang mit Petra Banks Dienstjubiläum. Tatsächlich ist die Personalkontinuität eines der Wahrzeichen des Kreuzviertel-Vereins, denn auch Theo Hengesbach ist schon seit fast 28 Jahren dabei. Für die Arbeit ist das nur gut. "Denn Wohnberatung ist Vertrauenssache", sagt Petra Bank. Die Wohnberatung wird gefördert von der Stadt Dortmund, vom Land Nordrhein-Westfalen und von den Pflegekassen; daher ist die Beratung selbst kostenlos. Petra Bank: " Die Beratung ist für alle da, rufen Sie uns ruhig an!" Kontakt: Telefon 0231/124676 oder über www.kreuzviertel-verein.de Elisabeth Brintrup, Vorsitzende; Theo Hengesbach, Sozialarbeiter |